Autor: Geir Gunnar Markusson, Ernährungswissenschaftler MSc., Unbroken. Der Sommer gehört zu den besten Trainingszeiten des Jahres. Die Tage sind länger, die Trails trocken, und draußen unterwegs zu sein, tut einfach gut. Ob du läufst, Rad fährst, wanderst oder dich auf deinen nächsten Wettkampf vorbereitest: Wärmeres Wetter bedeutet meist mehr Gelegenheiten, in Bewegung zu kommen.
Doch die Wärme verändert nicht nur dein Trainingsumfeld. Sie verändert auch, wie dein Körper auf Belastung reagiert.
Du musst mehr leisten, um dich abzukühlen, verbrauchst mehr Energie und brauchst zwischen den Einheiten oft mehr Regeneration. Die gute Nachricht: Dein Körper passt sich erstaunlich gut an, wenn du ihn richtig unterstützt.
Das sollten alle Sportlerinnen und Sportler über Training und Regeneration in den Sommermonaten wissen.
Warum sich derselbe Lauf bei Hitze härter anfühlt
Falls du dich schon einmal gefragt hast, warum sich ein lockeres Tempo an einem heißen Tag plötzlich anstrengend anfühlt: Das bildest du dir nicht ein.
Wenn du bei Wärme trainierst, leitet dein Körper mehr Blut in die Haut, um die Temperatur zu regulieren. Gleichzeitig brauchen deine Muskeln weiterhin Sauerstoff und Energie, um effizient zu arbeiten.
Dein Herz muss also mehr leisten, selbst wenn du dasselbe Tempo läufst, das dir vor ein paar Monaten noch leichtfiel. Deshalb steigt die Herzfrequenz bei Hitze oft schneller an, und vertraute Einheiten wirken auf einmal fordernder.
Wenn Tempo, Leistung oder Ausdauer an heißen Tagen nachzulassen scheinen, heißt das nicht unbedingt, dass du an Form verlierst. Meist passt sich dein Körper einfach an die Bedingungen an.
Hitze zehrt stärker an deinen Energiespeichern
Training bei Wärme fühlt sich nicht nur härter an. Es verändert auch, wie dein Körper Energie nutzt.

Studien zeigen, dass der Körper bei Belastung in der Hitze stärker auf gespeicherte Kohlenhydrate zurückgreift. Deshalb kann es sein, dass du dich nach einer Einheit ausgelaugter fühlst als nach derselben Einheit bei kühlerem Wetter.
Viele Sportlerinnen und Sportler merken das an schweren Beinen, ungewohnter Müdigkeit oder dem Gefühl, dass die Regeneration länger dauert als erwartet.
Zum Glück passt sich der Körper an. Wer sich schrittweise an wärmere Bedingungen gewöhnt, verbessert seine Hitzetoleranz, und der Körper arbeitet mit der Zeit effizienter. Deshalb ist es weitaus wirkungsvoller, das Sommertraining langsam aufzubauen, als sich gleich durch extreme Hitze zu quälen.
Regeneration zählt im Sommer umso mehr
Jede Trainingseinheit setzt deinen Körper unter Stress, den er danach reparieren muss. Genau so wird deine Form besser.
Im Sommer wird Regeneration noch wichtiger, denn dein Körper muss mit mehr fertigwerden als nur mit dem Training selbst. Du verlierst mehr Flüssigkeit, verbrauchst mehr Energie und schläfst in warmen Nächten oft schlechter.
Studien deuten darauf hin, dass Training bei Hitze den Verbrauch von Aminosäuren im Körper erhöhen kann. Aminosäuren sind die Bausteine, die deine Muskeln für Reparatur und Regeneration brauchen. Gleichzeitig können höhere Temperaturen in der Nacht die Schlafqualität beeinträchtigen. Dadurch bleibt deinem Körper weniger Zeit, sich vollständig zu regenerieren.
Deshalb macht die Regeneration gerade im Sommer oft den größten Unterschied. Wer sich weiter verbessert, trainiert nicht unbedingt mehr, sondern regeneriert besser.
Wenn du auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achtest, deinem Schlaf Priorität gibst und deinen Körper mit den essenziellen Aminosäuren versorgst, die er für die Muskelreparatur braucht, kann dir das helfen, die ganze Saison über konstant zu bleiben.
Kleinigkeiten summieren sich
Die meisten Athletinnen und Athleten spüren die Folgen des Sommertrainings nicht nach einer einzigen Einheit, sondern erst nach ein paar Wochen. Ein etwas höherer Puls. Etwas mehr Müdigkeit. Eine Regeneration, die länger dauert als sonst. Schlaf, der nicht ganz so erholsam ist. Für sich genommen sind das keine großen Probleme. Zusammen können sie aber dazu führen, dass du dich schlapp fühlst und dich fragst, warum sich das Training plötzlich schwerer anfühlt. Oft liegt es nicht an der Fitness, sondern an der Regeneration.
So bist du diesen Sommer einen Schritt voraus
Es geht nicht darum, das Training im Sommer zu vermeiden, sondern darum, gut genug zu regenerieren, um davon zu profitieren. Schon ein paar einfache Strategien können viel bewirken:
- Gewöhne dich schrittweise an die Hitze, damit sich dein Körper anpassen kann.
- Trainiere früh am Morgen oder später am Abend, wenn es kühler ist.
- Achte vor, während und nach dem Training auf eine gleichmäßige Flüssigkeitszufuhr.
- Tanke nach dem Training richtig auf, mit ausreichend Protein und essenziellen Aminosäuren.
- Halte dein Schlafzimmer so kühl wie möglich.
- Gönn dir in längeren Hitzeperioden etwas mehr Zeit zur Regeneration.
Ein praktischer Tipp für das Training im Sommer
Regeneration beginnt schon, bevor dein Training endet. Mit Unbroken versorgst du deinen Körper ganz einfach vor und nach dem Training mit essenziellen Aminosäuren. So nährst du deine Muskeln und unterstützt die Regeneration, auch unterwegs.
Bereite vor dem Losgehen zwei Gläser kaltes Wasser vor und löse in jedem eine Unbroken-Tablette auf. Trink das erste etwa 30 Minuten vor dem Training und das zweite direkt danach.
Eine einfache Gewohnheit, die dabei hilft, deine Regeneration zu unterstützen und dich bereit für die nächste Trainingseinheit zu machen.

Mach den Sommer zu deinem stärksten Trainingsblock
Der Sommer muss deine Fortschritte nicht bremsen. Wenn du verstehst, wie dein Körper auf wärmere Bedingungen reagiert, und deine Regeneration entsprechend anpasst, können die Sommermonate zu einer der produktivsten Phasen deines Trainingsjahres werden.
Genieß die längeren Tage. Nutze die zusätzlichen Gelegenheiten, draußen zu trainieren. Gib deiner Regeneration Priorität, bleib konsequent dran und hol das Beste aus deinem Training heraus.
Bereit für den nächsten Lauf.
Quellen:
Journal of Applied Physiology (Jentjens, Wagenmakers & Jeukendrup, 2002); Experimental Physiology (Bennett et al., 2023); Journal of Nutrition / Übersichtsarbeit zu Leucin & Muskelproteinsynthese (2006); Temperature (kardiovaskuläre Reaktionen auf Hitze, 2022); Übersichtsarbeiten in Frontiers/PMC zu Körperkerntemperatur und Ausdauer; systematische Übersichtsarbeit zu Umgebungshitze und Schlaf (2024); Sleep Foundation.





